Drei Jahre nach Yuri Gagarins Weltraumflug fragte ein Kunde das Wiener Tourismusbüro, das ein Ticket zum Mond kaufen wollte.

"Zuerst dachte ich, es sei ein Witz. Also bat ich ihn, einen Vorschuss zu machen, damit er sich ergab", sagt Ilse S., eine Mitarbeiterin des Büros, in einem Interview mit der österreichischen Zeitung Heute.

Der Kunde, der sich als Korrespondent von Gerhard P. für die beliebte Zeitung Wiener Kurier herausstellte, zahlte jedoch sofort 500 Schilling - ein Betrag, der den heutigen 36,5 Euro entspricht. "Dann habe ich diese Buchung an internationale Fluggesellschaften gesendet", sagt Ilse. Sie nahmen die Idee sofort auf. Aeroflot empfahl, auf dem Mond in einem "Einzelzimmer im Krater Hotel" zu bleiben, und PanAm startete eine Werbekampagne: "Wir haben die erste Touristenreise eines Mannes zum Mond gebucht".

Foto: pixabay.com
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Was für Wiener Leser eine lustige Geschichte sein sollte, ist zu einem weltweiten Witz geworden. Die Veröffentlichung von Gerhard P. wurde in ausländischen Zeitungen nachgedruckt.

"93.000 Menschen auf der ganzen Welt sind meinem Beispiel gefolgt und haben auch Reisen zum Mond gebucht", war der Journalist stolz. "1969 durfte ich sogar einen echten Mondtouristen Neil Armstrong treffen. Nur das Geld, das ich für die Reise bezahlt habe, habe ich nie wieder gesehen", lacht der Rentner.

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Um sich an diese Geschichte zu erinnern und darüber in der Zeitung Heute zu schreiben, trieb der 83-jährige Gerhard P. die Coronavirus-Epidemie und das lange Warten auf eine Rückerstattung eines Tickets von Austrian Airlines an. Ilse S., 77, las seinen Artikel und schickte sofort einen Brief an die Schriftleitung. Dann beschlossen die Journalisten, die Gerechtigkeit wiederherzustellen - sie wandten sich an dasselbe Reisebüro. "Als wir davon erfuhren, haben wir uns natürlich entschlossen, den gesamten Betrag trotz der langen Verzögerung sofort zu erstatten", sagte die Pressesprecherin der Tourismusorganisation Corina Drucker.

„Dem Beispiel des Österreichers folgten 93.000 Menschen, die Touren zum Mond buchten, ihn aber nie besuchten“

Sie bedankte sich bei Ilse S. und gab Gerhard P. einen Gutschein über 50 Euro. Auf die Frage, wo er ein Ticket kaufen möchte, fragte der Rentner: "Gibt es Reisen zum Mars?"

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Quelle: rg.ru, pixabay.com

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