Vor 112 Jahren, auf einer Insel mitten im Ozean, haben 100 Menschen fast versehentlich vergessen. Man erinnerte sich erst nach 7 Jahren an sie, die Behörden schickten hastig ein Schiff auf die Insel in der Hoffnung, herauszufinden, was in dieser Zeit mit den Kolonisten passiert war.

Foto: trendymen.ru
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Vor 3 Jahrhunderten wurde eine kleine Insel mitten im Ozean von einem Piraten gefunden und nach ihm selbst benannt - Clipperton. Später wurde der Ort wiedereröffnet, und die Franzosen, die der Romantik zugeneigt waren, gaben ihm einen neuen Namen: „Insel der Leidenschaft“. Frankreich und die Vereinigten Staaten stritten sich um den Besitz der Insel, auf der reiche Phosphatvorkommen gefunden wurden. Mexiko gewann unerwartet den Streit: Clipperton befand sich, wie sich herausstellte, auf seinem Territorium.

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1910 wurde hier der erste Leuchtturm gebaut und eine Gruppe von Kolonialarbeitern zur Phosphatgewinnung herangezogen. Ramon Arno wurde zum Kommandanten ernannt, Victoriano Alvarez zum Leuchtturmwärter. Die Bevölkerung der Insel betrug 100 Personen: Arbeiter, Soldaten, ihre Frauen und Familien.

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Clipperton entpuppte sich als sehr unwirtliche Insel. Der knappe Boden machte es fast unmöglich, Getreide anzubauen. Es gab auch sehr wenige Fische in den Gewässern, Haie kreuzten ständig vor der Küste. Alle Vorräte auf die Insel wurden alle 3 Monate von einem Frachtschiff aus Acapulco gebracht.

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Theoretisch könnte dies endlos so weitergehen, aber in Mexiko brachen Bürgerunruhen aus. Die für die Lebensmittelversorgung Verantwortlichen gingen an die Front, in der Verwirrung wurden die Kolonisten einfach vergessen.

In den erhaltenen Tagebüchern von Ramon Arno haben Historiker eine Beschreibung der Situation der Kolonisten gefunden. Sie verstanden nicht, warum das Schiff mit Essen nicht kam und versuchten, alleine zurechtzukommen. 1914 kam ein Zyklon und spülte die ohnehin schon kargen Gemüsegärten der Siedler ins Meer.

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Ein bedeutender Teil der Kolonisten beschloss, die Insel auf eigene Faust zu verlassen. Sie bauten ein riesiges Floß und fuhren hinaus auf die tosende See. Ob sie es bis zum Boden geschafft haben, weiß niemand.

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Leuchtturmwärter Victoriano Alvarez übernahm. Er regierte sehr autoritär, was schließlich den Widerstand der Siedler provozierte. Und erst im Juli 1917 wurde endlich ein Schiff auf die Insel geschickt. Die restlichen Kolonisten wurden auf das Festland transportiert.

Keiner der Kolonisten kehrte jemals ans Meer zurück. Alle blieben lieber auf dem Festland.

 

Quelle: rendymen.ru, youtube.com

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