Eine neue Studie legt nahe, dass unser Sternensystem nicht für außerirdische Besuche geeignet ist.

Wenn Aliens existieren, warum haben wir sie dann noch nicht entdeckt? Das heißt, wenn eine außerirdische Zivilisation in unserer Galaxie existierte, hätte sie die Erde schon vor langer Zeit besuchen sollen. Auf dieser Grundlage glauben einige Wissenschaftler, dass wir vielleicht allein im Weltraum sind.

Foto: focus.ua
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Obwohl es Hinweise gibt, dass Außerirdische uns aufgrund der Komplexität interstellarer Reisen möglicherweise einfach nicht erreichen. Doch eine neue Studie gibt eine neue Antwort: vielleicht hat unser Sonnensystem einfach nicht das, was eine hochentwickelte Zivilisation braucht, nämlich die richtigen Sterne.

Neben dem Fermi-Paradoxon sollte man bei der Frage nach der Existenz einer potentiellen außerirdischen Intelligenz auf die Drake-Gleichung achten. Diese Gleichung zeigt die wahrscheinliche Anzahl außerirdischer Zivilisationen in unserer Galaxie, mit denen die Menschheit in Kontakt kommen kann.

Aber wie viele genau zeigt die Gleichung nicht, sie schlägt lediglich vor, verschiedene Faktoren zu berücksichtigen, um die Existenz von Außerirdischen zu beurteilen. Die Drake-Gleichung berücksichtigt die Anzahl der Sterne, um die sich Planeten befinden können, und wie viele dieser Planeten potenziell bewohnbar sind. Hinzu kommt der Faktor, wie viele dieser Lebensformen ein hohes technologisches Niveau erreichen werden und wie viele dieser Zivilisationen sich durch das Aussenden von Signalen ins All bekannt machen können.

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Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Lebensdauer dieser Zivilisationen. Wenn wir verschiedene Variablen in die Gleichung einsetzen, erhalten wir unterschiedliche Schätzungen darüber, wie viele hochentwickelte außerirdische Zivilisationen in der Galaxie existieren können.

In einer neuen Studie von Wissenschaftlern aus den Vereinigten Staaten, die versuchen, das Fermi-Paradoxon zu verstehen, wird besonderes Augenmerk auf die Arten von Sternen gelegt. Wissenschaftler glauben, dass für potenzielle Außerirdische, die sich in der Phase der ständigen Entwicklung der Technologie befinden, die orangefarbenen Zwergsterne am attraktivsten sind. Es sind diese Sterne und ihre Planetensysteme, die das Ziel für Besuche und Wanderungen von Zivilisationen sind, die sich im Weltraum niederlassen.

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Wissenschaftler beziehen sich in ihrer Arbeit auf einen Artikel des amerikanischen Astrophysikers Michael Hart, den er bereits 1975 veröffentlicht hat. Dieser Wissenschaftler untersuchte auch das Fermi-Paradoxon.

Einer der Wissenschaftler glaubte, dass eine theoretische außerirdische Zivilisation den größten Teil der Galaxie in etwa 650.000 Jahren kolonisieren könnte. Daher hat jede solche Zivilisation eine große Chance, unser Sonnensystem zu besuchen, aber Hart sagte, wenn dies nicht passieren würde, gäbe es keine Außerirdischen.

Aber die Autoren des neuen Werks bestehen auf dem Gegenteil. Wissenschaftler glauben, dass außerirdische Zivilisationen eher Planetensysteme mit weniger massereichen Sternen als unserer Sonne besuchen, weil solche Sterne länger leben. So wird das Gedeihen der Kolonie über einen längeren Zeitraum gesichert.

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Laut Wissenschaftlern ist das Alter des Sterns für eine Zivilisation, die beispielsweise vor einer Million Jahren das höchste technologische Niveau erreichen sollte, sehr wichtig. Gerade orangefarbene Zwerge sowie rote Zwerge (und unsere Sonne ist ein gelber Zwerg) sind für solche Außerirdischen am attraktivsten, weil sie sehr lange leben.

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Wissenschaftler glauben, dass sich solche Zivilisationen in Wellen niederlassen, das heißt, wenn sie ein Sternensystem bevölkern, fliegen sie weiter. Und das erfordert keine allzu weiten interstellaren Flüge, denn orangefarbene Zwerge und noch mehr rote Zwerge in unserer Galaxie sind nicht so weit voneinander entfernt.

Andererseits glauben Wissenschaftler, dass eine solche Zivilisation während ihrer Existenz nur die Hälfte der Galaxie bevölkern konnte. Und vielleicht sind die Außerirdischen entweder nicht in das Sonnensystem gelangt oder haben dennoch angenommen, dass unser Stern und seine Planeten nicht für eine Besiedlung geeignet sind.

Aber auf jeden Fall ist dies nur eine Theorie, denn es ist unmöglich, sich überhaupt vorzustellen, wie unterschiedlich potenzielle Außerirdische von uns sein können. Und sie haben vielleicht auch ein anderes Zeitempfinden als wir. Was, wenn sie gelernt haben, sehr lange zu leben und deshalb nach Belieben zwischen den Sternen reisen? Bisher sind diese Fragen unbeantwortet geblieben. Aber wie Wissenschaftler sagen, die Tatsache, dass wir keine Außerirdischen gefunden haben, bedeutet nicht, dass sie nicht existieren.

 

Quelle: focus.ua, youtube.com

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