Ein Forschungsteam von Archäologen aus Hannover hat zusammen mit Geophysikern der Universität Kiel ein intaktes ägyptisches Grab entdeckt.

Wissenschaftler des Niedersächsischen Landesmuseums unter der Leitung von Museumsdirektorin und Archäologieprofessorin Katja Lembke fanden in Zentralägypten nahe dem Dorf Tuna el Gebel eine intakte Grabkammer mit Wandmalereien aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. mit vier Mumien Kinder und vier Erwachsene.

Foto: ndr.de
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Die Fresken im Inneren des Grabes zeigen eine Prozession, an der der König der Unterwelt, Osiris, und der Gott der Bestattungsrituale, Anubis, teilnehmen. Die Westseite der Grabkammer ist mit Bildern einer Weinrebe geschmückt, und einer der Abschnitte ist mit Teppichen für Besucher bedeckt. Außerdem fanden die Forscher zahlreiche Amphoren und Küchenutensilien – die Ausstattung der Kammer aus der Römerzeit ist perfekt erhalten.

Die Arbeit des Wissenschaftlerteams läuft seit 2018 und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. So wurden 2021 mit Hilfe von Bodenradar zwei Bleisärge gefunden, die für Bestattungen in dieser Gegend völlig untypisch sind. Die Aufgabe der Archäologen besteht darin, den Friedhof aus der Römerzeit aus dem 1. bis 3. Jahrhundert n. Chr. Zu studieren. Nach Recherchen ist dies die größte Bestattung im Niltal aus dieser Zeit.

Foto: ndr.de
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Die Ortschaft Tuna el-Gebel ist als Nekropole des Adels und der Bewohner der altägyptischen Stadt Hermopolis am Westufer des Nils bekannt. Zum Beispiel bei Ausgrabungen in den 30er Jahren. des letzten Jahrhunderts wurde hier eine riesige griechisch-römische Nekropole entdeckt, eine echte "Stadt der Toten" - mit Straßen, die zu zahlreichen Gräbern führen.

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Quelle: dw.com, ndr.de, youtube.com

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