In einer Zeit, in der die Welt zunehmend nachhaltige Lösungen für den Umgang mit natürlichen Ressourcen sucht, gibt es Menschen, die unkonventionelle Wege beschreiten, um ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern. Ein solcher Mann ist John Müller aus Berlin, der sich entschieden hat, seine Toilette nur einmal pro Woche zu spülen - und das aus einem ganz bestimmten Grund: Wasserersparnis.

John Müller, 42, ein Umweltaktivist und selbsternannter "Wassersparer", hat diese Gewohnheit vor etwa einem Jahr übernommen. "Ich habe angefangen, über die Menge an Wasser nachzudenken, die wir jeden Tag verschwenden, ohne es zu merken", erklärt er. "Die Idee, die Toilette nur einmal pro Woche zu spülen, kam mir als eine Möglichkeit, etwas zu tun, um unseren Wasserverbrauch zu reduzieren."

Für die meisten Menschen klingt das Konzept möglicherweise unhygienisch oder sogar eklig, aber Müller betont, dass er strenge Maßnahmen ergreift, um sicherzustellen, dass seine Toilette sauber und geruchsfrei bleibt. "Ich benutze spezielle Toilettenzusätze, die Gerüche bekämpfen und Bakterien abtöten", sagt er. "Außerdem reinige ich die Toilette regelmäßig und halte sie in einem hygienischen Zustand."

Aber wie viel Wasser spart Müller tatsächlich mit dieser Methode? Laut Schätzungen eines durchschnittlichen Toilettenspülens werden pro Spülung etwa 6 bis 9 Liter Wasser verbraucht. Angenommen, jemand spült die Toilette normalerweise fünfmal am Tag, würde das zu einem Wasserverbrauch von etwa 30 bis 45 Litern pro Tag führen. Indem Müller seine Toilette nur einmal pro Woche spült, könnte er theoretisch bis zu 90 Prozent seines täglichen Wasserverbrauchs einsparen, was auf das Jahr gerechnet eine beträchtliche Menge ausmacht.

Natürlich ist Müllers Ansatz nicht für jedermann geeignet, und es gibt sicherlich einige Herausforderungen und Bedenken, die berücksichtigt werden müssen. Hygiene ist zweifellos eine große Sorge, und nicht alle Menschen könnten sich wohl dabei fühlen, ihre Toilette so selten zu spülen. Darüber hinaus kann das Zurückhalten von Spülungen zu unangenehmen Gerüchen führen, insbesondere in Haushalten mit mehreren Personen.

Dennoch verdeutlicht Müllers ungewöhnliche Praxis die Notwendigkeit, über unseren Wasserverbrauch nachzudenken und nach Möglichkeiten zu suchen, ihn zu reduzieren. "Es geht nicht nur darum, wie viel Wasser wir sparen, sondern auch darum, bewusster mit unseren Ressourcen umzugehen", betont Müller. "Es mag zwar eine kleine Geste sein, aber wenn mehr Menschen anfangen, kleine Änderungen vorzunehmen, können wir gemeinsam einen großen Unterschied machen."

In einer Zeit, in der der Klimawandel und die Wasserknappheit zunehmend drängende Probleme werden, könnten unkonventionelle Ansätze wie Müllers wöchentliche Toilettenspülung dazu beitragen, das Bewusstsein für die Bedeutung der Wassereinsparung zu schärfen und eine nachhaltigere Zukunft zu fördern.

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